Präludium, Fuge, Toccata ... ?

 

Der eine oder andere, nicht so musikalisch versierte Gottesdienstbesucher hat sich sicherlich schon gefragt, was ist ein Präludium, eine Fuge oder eine Toccata? Hier eine Auswahl von Begriffen, die in der Orgelmusik des Gottesdienstes immer wieder auftauchen können.

 

Die Erklärungen der Begriffe müssen nicht abschließend sein. Sie können auch zum „weiterforschen“ animieren.

 

  

 

Präludium

Vorspiel, Hinführung. Ein freies oder an eine Melodie gebundenes Werk. Dem Präludium folgt nicht selten eine Fuge. Das Gegenstück zum Präludium ist das Postludium.

 

Postludium

Nachspiel. Ein freies oder an eine Melodie gebundenes Werk. Das Gegenstück zum Postludium ist das Präludium.

 

Fuge

In unterschiedlichen Stimmlagen wird ein musikalisches Thema / Melodie zeitversetzt wiederholt.

Die Fuge kann ein eigenständiges Werk sein. Oft geht der Fuge aber auch ein Präludium oder eine Toccata voraus.

Die Struktur der Fuge findet ihre Verwendung auch in Kantaten, Symphonien und Messen sowie in anderen Werken.

 

Toccata

Ein Werk, deren (freie) Struktur in "im Ganzen gegriffenen Akkorden" und "schnellen Tonläufen" aufbaut. Vereinfacht ausgedrückt: Die Toccata ist ein Wechselspiel von Akkorden und Tonläufen.

 

 

 

Fantasie

Ein in seiner Struktur sehr frei gestaltetes Werk ohne bestimmte Form. Daraus resultiert ein improvisatorischer Charakter. Man könnte auch sagen, dass die Fantasie eine mit Noten aufgeschriebene Improvisation ist.

 

Passacaglia

Ein festes, sich ständig wiederholendes Bass-Thema, das von einer Reihe sich wechselnder Variationen begleitet wird.

 

 

 

Choralvorspiel

Ein in seiner Entstehungszeit gestaltetes Werk, das als Vorspiel zu einem Choral, die Gottesdienstgemeinde auf das folgende Lied einstimmen soll.

Ältere Choralvorspiele, wie z.B. von Bach, Brahms etc., werden in heutiger Zeit aber oft als eigenständige Werke vorgetragen. Zum einen nicht selten deshalb, weil Kirchenlieder in  unserer Zeit in einer anderen Tonlage notiert und gesungen werden als das „ältere“ Choralvorspiel. Zum anderen, weil Choralvorspiele z.B. von Bach, Reger, Brahms harmonisch sehr interessant gestaltet sind. So kann ein Choralvorspiel nicht nur auf ein Lied einstimmen, sondern auch zu einem bestimmten Thema im Gottesdienst hinführen, das auch im Choral/Lied vorkommt.

 

 

 

Fotos: www.pixabay.com/de

Boenke, Opus 1964



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