Orgel:

 

Die Pfeifen einer Orgel

 

 

 

Eine Orgelpfeife ist entweder gefertigt aus Holz (z.B. Eiche) oder Metall (Kupfer, Zink oder eine Legierung aus Zinn und Blei). Es werden Labial- und Zungenpfeifen unterschieden.

 

Labialpfeifen bestehen (fast) nur aus Holz oder nur aus Metall. Zungenpfeifen hingegen aus mehreren Materialien, wie z.B. Holz und Metall.

 

Die Tonerzeugung einer Labialpfeife entspricht dem der Blockflöte: Luft wird durch einen schmalen Spalt geblasen. Bei der Zungenpfeife wird durch den Luftstrom eine Metallzunge in Schwingungen versetzt. Der daraus entstehende Ton wird jeweils durch einen Resonanzkörper (Pfeifenkörper oder Schallbecher) verstärkt.

 

Die Stimmung der Labialpfeife geschieht durch verschieben eines Deckels oder Stimmringes auf der Pfeife oder durch einstellen eines Stimmschlitzes oder Schiebers. Sofern eine Pfeife einen sogenannten „Bart“ hat, kann auch hier gestimmt werden.

 

Zungenpfeifen werden über Stimmkrücken gestimmt. Der frei schwingende Bereich der Metallzunge wird dadurch verändert, der zudem die Tonhöhe beeinflusst.

 

Gedackte Pfeifen besitzen zusätzlich oben einen Deckel, der die Tonhöhe verändert. Durch aufsetzen des Deckels klingt die Pfeife eine Oktave tiefer.

 

Die Länge einer Pfeife wird in Fuß angegeben, wie z.B. 16´, 8´, 4´, 2´usw.
1´ (Fuß) entspricht ca. 30 cm. Je länger die  Pfeife, desto tiefer klingt sie. D.h im Umkehrschluss: Je kürzer die Pfeife, je höher der Ton.

 

Das Verhältnis von Pfeifenlänge, -breite und –durchmesser wird als Mensur bezeichnet.

 

Die Gestaltung des Klanges einer Pfeife nennt man Intonation.

 

Die unterschiedlichen Klangfarben einer Orgel resultieren aus den unterschiedlichen Bauarten und Formen der Pfeifen. Man unterscheidet Prinzipal, Rohrflöte, Gedackt, Subbass, Oktavbass, Krummhorn, Trompete, Posaune, Regal u.v.a.

  

Beispiel eines Orgelprospekts mit Labialpfeifen aus Holz und Metall.

Boenke, Opus 1964



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