Orgel:

 

Ausstattung einer Orgel.

 

 

Spieltisch

Dieser enthält alles, um die Orgel spielen zu können, d.h. um sie zu bedienen (Mindestausstattung):

  • Manuale (Klaviatur, Tasten),
  • Pedale
  • Registerzüge bzw. -schalter
  • Notenpult
  • Orgelbank

   

 


Zusätzlich kann (muss also nicht) ein Spieltisch noch ausgestattet sein mit:

  • Fußschweller (zum Öffnen und Schließen von Türen oder Jalousien des Schwellwerks),
  • Crescendowalze/-schweller,
  • Fußschalter zum Ein-/Ausschalten von Manual- und/oder Pedalkoppeln
  • Hand-/Fußschalter zum Ein-/Ausschalten von „freien Kombinationen“ bzw. Setzern
  • Schalter zum Ein-/Ausschalten von Zimbelstern
  • ggf. weitere „Bedienelemente“ (Lichtschalter, Liedanzeigereinstellmöglichkeiten…)

 

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Erklärung einiger o.g. Begriffe:

 

Schwellwerk

Verschlossener Schwell-(Holz-)kasten mit Pfeifen und Tür(en) bzw. Jalousien. Die Türen/Jalousien werden mittels Fußschweller geöffnet oder geschlossen. Durch das Öffnen oder Verschließen des Schwellkastens ist eine stufenlose Regulierung der Lautstärke möglich.

 

Crescendowalze/-schweller

(Crescendo=allmählich lauter werdend)

Mit dem Fuß wird eine Walze oder ein Schweller bedient. Je nach Drehrichtung der Walze oder Schwenk-/Kipprichtung des Schwellers werden nach und nach Register bis zum Vollen Werk/Tutti (alle Register der Orgel) zu- oder abgeschaltet. D.h. ein Crescendo (lauter werdend) und Decrescendo (leiser werdend) ist dadurch möglich.

Zur Verdeutlichung: Lediglich durch zu-/abschalten der Register verändert sich die Lautstärke der Orgel. Die Pfeifen der Register verändern ihre Lautstärke nicht!

Alternative: Schwellwerk (siehe oben!).

 

Manualkoppel

Jedem Manual ist ein Werk der Orgel zugeordnet (Hauptwerk, Schwellwerk, Brustwerk etc.) Nehmen wir die genannten Werke als Beispiel für eine Orgel mit drei Manualen:

Die Zuordnung kann also sein:

  • I. Manual Hauptwerk
  • II. Manual Brustwerk
  • III. Manual Schwellwerk

Es ist nun durch die Manualkoppel möglich, die Register des Schwellwerkes (III. Manual) auf dem I. Manual zusammen mit den Registern des Hauptwerkes erklingen zu lassen. Diese Koppel würde dann heißen: „III/I“

Um die Register des Brustwerkes (II. Manual) auf das I. Manual zu koppeln, wäre die Koppel „II/I“ einzuschalten.

Je nach Ausstattung der Orgel (Anzahl der Manuale/Werke) können die „Koppelmöglichkeiten“ vielfältig sein.

 

Pedalkoppel

Die Register der o.g. Werke können in der Regel auch in Verbindung mit den Registern des Pedals auf dem Pedal gespielt werden. Sollen also die Register des Hauptwerks (I. Manual) auch beim Spielen der Pedale mit erklingen, so ist folgende Pedalkoppel einzuschalten: „I/Ped.“.

 

Setzeranlage / freie Kombinationen

Viele Register ermöglichen eine vielfältige Einstellung bzw. Kombination der Register zueinander. Dadurch entstehen unterschiedliche Klangmöglichkeiten und Lautstärken beim Spielen der Orgel. Erfordert z.B. eine Toccata wechselnde Klangfarben und Lautstärken während des Spiels, müssen Register zu- oder abgeschaltet werden. Damit es durch das Zu-/Abschalten einfacher wird und damit wenige bis keine Spielpausen entstehen, ist es möglich, unterschiedliche Registerkombinationen vorher zu programmieren. Während des Spielens braucht dann lediglich ein Schalter gedrückt werden und es werden z.B. gleich mehrere Register zu- oder abgeschaltet. Dies ist mit einer Setzeranlage oder über sogenannte freie Kombinationen möglich. Bei Setzeranlagen gibt es bzgl. der Anzahl vor-/ programmierbarer Kombinationen Möglichkeiten, die weit in den zweistelligen Bereich hineinreichen können.

 

Zimbelstern

Der Zimbelstern/Cymbelstern ist ein Register mit gleich zwei Effekten. Zum einen werden bei eingeschaltetem Zimbelstern kleine Glöckchen laufend angeschlagen. Zum anderen dreht sich ein für die Zuhörer sichtbarer Stern am Orgelgehäuse. Beliebte Verwendung findet der Zimbelstern in der Advent- und Weihnachtszeit. Grundsätzlich kann bei festlichen Anlässen während des Orgelspiels durch zuschalten des Zimbelsterns eine feierliche Stimmung verstärkt oder unterstrichen werden.

 

Fotos: www.pixabay.com/de

 

Boenke, Opus 1964



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